Sharing-Angebote im ländlichen Raum bezeichnen Mobilitätsangebote, bei denen Fahrzeuge gemeinschaftlich genutzt statt privat besessen werden. Ziel ist es, den Zugang zu Mobilität zu verbessern und die Abhängigkeit vom eigenen Pkw zu reduzieren, insbesondere dort, wo der öffentliche Verkehr nur eingeschränkt verfügbar ist.
Zu den Formen des Sharings zählen vor allem Carsharing (stationsgebunden oder flexibel), Bikesharing, E-Carsharing sowie gemeinschaftlich organisierte Angebote wie Dorf- oder Vereinsfahrzeuge. Im ländlichen Raum spielen häufig kleinräumige, lokal organisierte Modelle eine wichtige Rolle.
Abzugrenzen sind Sharing-Angebote von Mitfahrgelegenheiten und Ridesharing, bei denen private Fahrten geteilt werden, sowie von Flex ÖV, der Teil des öffentlichen Verkehrs ist. Sharing-Angebote stellen hingegen Fahrzeuge zur eigenständigen Nutzung bereit.
Good Practice Beispiele
Carsharing über den Verein mobil50plus
𖡡 Pöllauertal, Steiermark, AT
#nachbarschaftshilfe #mitfahrgelegenheit #ehrenarmt
Dorfauto: WertherMobil
𖡡 Werther, Nordrhein-Westfalen, DE
#carsharing #fahrdienst #lieferdienst #dorfauto #ehrenarmt
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xx
| Hürden | Potenziale |
| Organisation des Fahrdienstes über das Telefon war sehr zeitaufwendig | Nahbereichsversorgung stabilisieren, lokale Dienstleistungsangebote beleben |
| Fehlende Nachfrage wegen der Corona-Pandemie, ehrenamtliche Fahrer:innen konnten auf lange Zeit dann nicht gehalten werden | Eröffnung eines Dorfladens in Kombination mit dem WertherMobil Auto |
| Trotz 75%-iger Förderung durch das Thüringer Verkehrsministerium konnten die Kosten aufgrund fehlender Einnahmen kaum gedeckt werden | Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der lokalen Identifikation |
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Weiterführende Literatur

Bedarfsverkehre und Sorgearbeit im ländlichen Raum. Ein Methodenvorschlag zur Beteiligung Sorgender und Umsorgter
✎ Franziska Ammer, 2025
#flexöv
