Startschuss für unser Planspiel „Wer glättet die Spitze?“

Mehrere junge Personen stehen vor einem Spielbrett und unterhalten sich.

Im Rahmen der Langen Nacht der Forschung 2026 waren wir vom land.mobil:LAB mit einer eigenen Station in der beeindruckenden Location TUtheSky am Campus Getreidemarkt der TU Wien vertreten. Die besondere Atmosphäre hoch über den Dächern Wiens bot den perfekten Rahmen, um mit Besucher:innen über Mobilität, Raumplanung und die Zukunft des Verkehrs ins Gespräch zu kommen.

© Karoline Hadek

Im Mittelpunkt unserer Station standen zwei interaktive Formate, die zum Mitdenken, Diskutieren und Ausprobieren einluden.

Mobilität sichtbar machen: Unsere Posterstation

© Céline Schmidt-Hamburger

Ein erster Schwerpunkt lag auf unseren Postern, die zentrale Fragen rund um die Mobilität von Schüler:innen in Österreich aufgriffen. Besucher:innen waren eingeladen, ihr Wissen und ihre Einschätzungen einzubringen:

  • Wie sieht der Modal Split bei österreichischen Schüler:innen aus?
  • Wie hat sich das Mobilitätsverhalten in den vergangenen Jahrzehnten verändert?
  • Und warum kommt es gerade in den Morgenstunden zu besonders hohen Verkehrsspitzen?

Schnell wurde deutlich, dass Verkehrsspitzen eng mit dem Schulverkehr zusammenhängen. Gerade die zeitliche Bündelung von Schulwegen führt morgens zu einer hohen Belastung der Verkehrsinfrastruktur – sowohl im öffentlichen Verkehr als auch im Individualverkehr. Diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und gemeinsam zu diskutieren, war ein zentraler Bestandteil unseres Beitrags.

Das Planspiel „Wer glättet die Spitze?“

© Karoline Hadek

Ein besonderes Highlight war die Präsentation unseres eigens entwickelten Planspiels „Wer glättet die Spitze?“.

In diesem interaktiven Format schlüpfen die Spieler:innen in unterschiedliche Rollen, die für die Gestaltung von Mobilität im Alltag von Bedeutung sind. Dazu gehören unter anderem:

  • ein Verkehrsunternehmen
  • eine Schulleitung
  • eine Gemeinde
  • die Bundesverwaltung
  • ein:r Raumplaner:in
  • eine Schüler:innenvertretung

Gemeinsam entwickeln die Teilnehmenden Lösungen für den Schulbusverkehr in einer fiktiven Region. Ziel ist es, Maßnahmen zu finden, die die morgendliche Verkehrsspitze reduzieren und gleichzeitig möglichst viele Schüler:innen mit dem Bus zur Schule zu bringen.

Das Besondere am Spiel ist, dass unterschiedliche Interessen, Verantwortlichkeiten und Handlungsspielräume aufeinandertreffen. So wird erlebbar, wie komplex Mobilitäts- und Verkehrsplanung in der Praxis ist – und wie wichtig Zusammenarbeit, Kommunikation und abgestimmte Entscheidungen sind.

Begeisterung und spannende Gespräche

Mehrere junge Personen stehen vor einem Spielbrett und unterhalten sich.
© Céline Schmidt-Hamburger

Das Interesse an „Wer glättet die Spitze?“ war enorm. Besonders gefreut hat uns, dass wir viele Jugendliche für Themen der Raum- und Verkehrsplanung begeistern konnten. Das Planspiel bot einen niedrigschwelligen und zugleich sehr anschaulichen Zugang zu Fragestellungen, die im Alltag oft als selbstverständlich wahrgenommen werden.

Darüber hinaus entstanden zahlreiche spannende Gespräche mit Besucher:innen unterschiedlichster Altersgruppen. Themen wie die Klimakrise, die Rolle des öffentlichen Verkehrs, Fragen von Verantwortung und Zusammenarbeit sowie die Zukunft der Schulmobilität standen dabei im Mittelpunkt.

Am Ende blieb vor allem eine große, gemeinsame Frage im Raum:

Wie wollen wir uns in Zukunft fortbewegen?

© Karoline Hadek

Die Lange Nacht der Forschung hat einmal mehr gezeigt, wie groß das Interesse an zukunftsfähigen Mobilitätslösungen ist – und wie wichtig es ist, Menschen frühzeitig in diese Diskussion einzubinden.

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Das land.mobil:LAB wird im Rahmen des FTI-Programms Mobilitätswende gefördert von Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, abgewickelt von FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH. Das land.mobil:LAB ist Teil der Mobilitätslabor-Initiative in Österreich.