Was steckt eigentlich hinter unserem Planspiel „Wer glättet die Spitze?“

Spielbrett

Wie schaffen wir es, dass möglichst viele Schüler:innen morgens klimafreundlich zur Schule kommen? Und wer kann dazu eigentlich welchen Beitrag leisten?

Genau diesen Fragen geht unser Planspiel „Wer glättet die Spitze?“ nach. Ausgangspunkt ist eine fiktive Region mit einer realitätsnahen Herausforderung: dem morgendlichen Verkehr rund um die Schule.

Durch die Simulation einer lebensweltlich vertrauten Alltagssituation – des täglichen Schulwegs – wird Mobilitätsplanung spielerisch erfahrbar. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Schüler:innen mit dem Bus, dem Fahrrad, zu Fuß oder in Fahrgemeinschaften zur Schule zu bringen.

Spielbrett und Banner
© Karoline Hadek

Dabei schlüpfen die Jugendlichen in unterschiedliche Rollen: Sie vertreten etwa eine Bundesverwaltung, eine Schulleitung, ein Verkehrsunternehmen, eine Gemeinde, eine:n Raumplaner:in oder die Schüler:innenvertretung. So erleben sie unmittelbar, dass Mobilität nicht nur eine Frage individueller Entscheidungen ist, sondern von unterschiedlichen Akteur:innen, Interessen und Rahmenbedingungen geprägt wird.

Und genau hier wird es spannend: Im Spiel geht es nicht nur darum, die „richtige“ Lösung zu finden. Die Jugendlichen müssen verhandeln, Interessen abwägen, Kooperationen eingehen und Entscheidungen unter begrenzten finanziellen und räumlichen Ressourcen treffen. Dabei werden sowohl die möglichen Wirkungen als auch die sozialen und finanziellen Kosten und Benefits verkehrspolitischer Maßnahmen erlebbar.

Das Ziel: Mobilitätsplanung nicht nur erklären, sondern selbst ausprobieren und gestalten.

Das land.mobil:LAB hat das Planspiel selbst entwickelt und bei der Langen Nacht der Forschung im April 2026 erstmals öffentlich gespielt. Seitdem überarbeiten wir es kontinuierlich auf Basis unserer Erfahrungen aus den Spielrunden mit den Jugendlichen.

Mehrere junge Personen stehen vor einem Spielbrett und unterhalten sich.
© Céline Schmidt-Hamburger

Denn wir wollen das Spiel noch besser machen – und es bald noch häufiger einsetzen, um mehr junge Menschen für Mobilität, Raumplanung und die Gestaltung ihrer eigenen Lebensumwelt zu begeistern.

Hast du auch eine Idee oder ein Projekt, das die Mobilität im Waldviertel verändern könnte? Wir unterstützen dich gerne! Vernetze dich mit uns auf Linked In oder unter hallo@landmobillab.at und werde Teil der LML-Community.

Das land.mobil:LAB wird im Rahmen des FTI-Programms Mobilitätswende gefördert vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, abgewickelt von der FFG Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH. Das land.mobil:LAB ist Teil der Mobilitätslabor-Initiative in Österreich.